Das Wichtigste
- Thailand könnte seine visumfreie Liste aus Sicherheitsgründen von 93 auf 57 Länder kürzen.
- Das Ministerium für Tourismus und Sport will mit strengeren Einreiseregeln zahlungskräftige Gäste ansprechen.
- Offiziell begründet die Regierung die Überprüfung mit grenzüberschreitender Kriminalität und Visummissbrauch.
- Reisende aus betroffenen Ländern brauchen künftig womöglich ein Visum oder das 15-Tage-Visum bei Ankunft.
Thailand prüft eine Rückkehr zur früheren Liste mit 57 visumfreien Ländern, um unerlaubte Aktivitäten einzudämmen
Die thailändische Regierung überprüft ihre aktuelle Liste visumfreier Länder und könnte 36 Länder aus dem visumfreien Programm streichen, um die Grenzsicherheit zu verschärfen und stärker auf hochwertigen Tourismus zu setzen.
Diese deutliche Kürzung des visumfreien Einreiseprogramms könnte die Zahl der berechtigten Länder von 93 auf 57 senken. Das Ministerium für Tourismus und Sport prüft derzeit die Auswirkungen der erweiterten Regelung, die Mitte 2024 eingeführt wurde, um den Reiseverkehr nach der Pandemie anzukurbeln.
Nach Angaben des Government Public Relations Department folgt die Überprüfung wachsenden Bedenken wegen der nationalen Sicherheit und des Missbrauchs der liberalen Einreiseregeln durch grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke.
Der aktuelle visumfreie Aufenthalt von 60 Tagen gilt vorerst weiter. In ihrer Regierungserklärung vor dem Parlament am 9. April 2026 bestätigte die Regierung jedoch, dass eine “Überprüfung der Visumbefreiungspolitik und der zugehörigen Gesetzgebung” nun formal Priorität hat.
Thailands Tourismus setzt auf Qualität statt Quantität
Die geplante Änderung deutet auf einen Kurswechsel in Thailands Tourismusstrategie hin. Mit einer kürzeren Liste visumfreier Länder wollen die Behörden weniger, dafür zahlungskräftigere Gäste anziehen und zugleich den Verwaltungsaufwand an den Grenzkontrollen senken.
Tourismusminister Surasak Phancharoenworrakun erklärte, der Vorschlag werde dem Kabinett bald zur abschließenden Beratung vorgelegt. Der Schritt passt zu anderen aktuellen Überlegungen, den Aufenthalt für die verbleibenden Länder auf der Liste von 60 wieder auf 30 Tage zu verkürzen.
Alle Länder, die den visumfreien Zugang nach Thailand verlieren könnten
Diese 36 Länder kamen im Juli 2024 auf die Liste und brauchen künftig möglicherweise ein Visum oder ein Visum bei Ankunft (VoA):
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Europa: Albanien, Kroatien, Zypern, Georgien, Malta, Rumänien.
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Amerika: Kolumbien, Kuba, Dominica, Dominikanische Republik, Ecuador, Guatemala, Jamaika, Panama, Trinidad und Tobago, Uruguay.
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Asien und Naher Osten: Bhutan, Kambodscha, Indien, Jordanien, Kasachstan, Laos, Macau, Mongolei, Sri Lanka, Vereinigte Arabische Emirate, Usbekistan.
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Ozeanien: Fidschi, Papua-Neuguinea.
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Afrika: Mauritius, Marokko, Südafrika, Tonga
Was das für Reisende nach Thailand bedeutet
Stimmt das Kabinett der Rücknahme zu, müssten Reisende aus den 36 Ländern, die 2024 dazukamen, je nach Staatsangehörigkeit wieder vor der Ankunft ein Visum beantragen oder das Visum bei Ankunft (VoA) nutzen. Wann die Liste offiziell überarbeitet wird, ist unklar.
“Ziel ist es, diesen Rahmen mit internationalen Vereinbarungen in Einklang zu bringen und die Finanzkanäle von Betrugsnetzwerken zu kappen”, heißt es in der offiziellen Regierungserklärung.
Zur weiteren Modernisierung der Grenze hat Thailand bereits die Thailand Digital Arrival Card (TDAC) eingeführt, die seit dem 1. Mai 2025 das frühere Papierformular TM6 ersetzt. Diese digitale Registrierung ist für alle ausländischen Staatsbürger verpflichtend und muss innerhalb von 72 Stunden vor der Ankunft abgeschlossen sein – unabhängig vom Visumstatus.
Rücknahme und Digitalisierung sind Teil eines weltweiten Trends zu strengeren Sicherheits- und Einreiseanforderungen für Touristen.




