Das Wichtigste
- Ein gemeinsamer EY-FICCI-Bericht empfiehlt, das eVisa für Indien auf 240 Länder auszuweiten und die GST auf Premiumhotels zu halbieren.
- Reisende berichten weiterhin von massiven technischen Problemen auf der offiziellen eVisa-Website und sehen darin die größte Einreisehürde.
- Der Bericht schlägt eine "India One"-Genehmigung vor, die Reisen zwischen den indischen Bundesstaaten vereinfacht.
- Was das für Reisende bedeutet: Künftige Gäste könnten von mehr Visumoptionen und niedrigeren Kosten profitieren, wenn die Regierung diese digitalen und steuerlichen Reformen umsetzt.
Branchenbericht fordert grundlegende Visumreformen, während Reisende das aktuelle digitale Antragsverfahren scharf kritisieren
Die Federation of Indian Chambers of Commerce & Industry (FICCI) und EY India haben einen gemeinsamen Bericht mit dem Titel “Reimagining Inbound Tourism in India: Towards Incredible India 4.0” veröffentlicht. Darin fordern sie dringende strukturelle Änderungen an Indiens Visum- und Steuerpolitik.
Die Studie wurde während des Great Indian Travel Bazaar (GITB) 2026 vorgestellt. Sie zeigt, dass Indien trotz seiner kulturellen Bedeutung nur 1,5 % der weltweiten Touristenankünfte erreicht. Als Gegenmaßnahme schlägt der Bericht eine massive Ausweitung des eVisa-Systems auf 240 Staatsangehörigkeiten und eine Senkung der GST für Luxusunterkünfte von 18 % auf 9 % vor.
Der Ruf nach Reformen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem internationale Reisende immer frustrierter über das aktuelle offizielle eVisa-Portal berichten.
Indien hat die Einreisekarten aus Papier abgeschafft, um die Einreise zu vereinfachen – das digitale Antragsverfahren bleibt für viele Gäste dennoch eine erhebliche Hürde.
Reisende nennen den eVisa-Antrag für Indien eine “schreckliche Erfahrung”
Die indische Regierung setzt stark auf Digitalisierung, doch Rückmeldungen von Nutzern deuten darauf hin, dass das System veraltet ist und technisch nicht mithält. In Reiseforen und in sozialen Medien beschreiben internationale Gäste das offizielle Antragsverfahren 2026 als “schreckliche Erfahrung”.
Häufig genannt werden Website-Abstürze, Zahlungssysteme, die internationale Karten ablehnen, und eine Benutzeroberfläche, die viele als unlogisch empfinden.
Ein Reisender schrieb:
“Die Website lässt einen nicht mal auf die zweite Seite … Ich bin geneigt, allein deswegen nie nach Indien zu reisen.”
Diese technischen Hürden kosten Reisende oft Stunden für einen einzigen Antrag – und hinterlassen einen negativen ersten Eindruck vom Land, noch vor der Abreise.
Vorgeschlagene Lösungen: die “India One”-Genehmigung und MICE-Korridore
Der EY-FICCI-Bericht argumentiert, Indien müsse sein fragmentiertes Modell hinter sich lassen und ein einheitliches, erlebnisorientiertes Ökosystem aufbauen.
Laut der Economic Times benennt der Bericht “Hürden bei der Reiseerleichterung” als wichtigste Bremse für Indiens globale Wettbewerbsfähigkeit.
Die wichtigsten Empfehlungen des Berichts:
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Ausweitung des eVisa: Erweiterung der Berechtigung von der aktuellen Liste auf 240 Länder.
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India One Permit: eine Genehmigung im Schengen-Stil, die Touristen die Reise über Bundesstaatsgrenzen hinweg erleichtert.
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MICE-Fast-Track: ein eigener Korridor für Meetings, Incentives, Conferences und Exhibitions (MICE) mit Visumbearbeitung in 48 Stunden.
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GST-Anpassung: Senkung der Steuer auf Hotelzimmer über 7.500 ₹ von 18 % auf 9 %, um mit Märkten wie Thailand und Vietnam mitzuhalten.
Reaktion der Regierung
Das Tourismusministerium hat das Wachstumspotenzial der Branche anerkannt und darauf verwiesen, dass die internationalen Ankünfte sich deutlich erholt haben.
In offiziellen Stellungnahmen betont das Ministerium: “Touristenankünfte hängen von Visumerleichterungen, guter Infrastruktur und nahtloser Anbindung ab.”
Die Regierung wirbt weiterhin für die Beliebtheit des eVisa. Vertreter der Branche argumentieren dagegen, dass Indien ohne die von EY und FICCI vorgeschlagenen technischen und steuerlichen Reformen sein Ziel von 100 Millionen Touristen bis 2047 kaum erreichen wird.




