Das Wichtigste
- Sri Lanka bietet festsitzenden Touristen eine kostenlose Visumverlängerung um 14 Tage
- Indonesien erteilt Notaufenthaltsgenehmigungen und verzichtet auf Strafen für überzogene Aufenthalte
- Indien verweist Reisende für Visumverlängerungen an die regionalen Registrierungsstellen
- Die Malediven verlängern Touristenvisa für alle, die wegen Flugausfällen nicht abreisen können
Reiseziele bieten kostenlose Verlängerungen und verzichten auf Strafen für Reisende, die durch Luftraumsperrungen festsitzen
Mehrere Reiseziele lockern die Visumvoraussetzungen für Reisende, die nach der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten wegen Luftraumsperrungen festsitzen. Sri Lanka, Indonesien, Indien und die Malediven haben Maßnahmen angekündigt, damit Besucher wegen der Flugstörungen nicht in einen irregulären Aufenthaltsstatus rutschen.
Der Konflikt, an dem Iran, Israel und mehrere Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain beteiligt sind, hat zu teilweisen Luftraumsperrungen geführt. Betroffen sind wichtige Umsteigeflughäfen zwischen Europa, Asien und Ozeanien. Tausende Passagiere sitzen fest oder mussten ihre Reise umplanen.
Sri Lanka: kostenlose Visumverlängerung um 14 Tage
Sri Lanka hat ein Sonderprogramm angekündigt, das die Sicherheit und das Wohl der ausländischen Touristen im Land sichern soll. Die Regierung gewährt Touristen, die von den Flugstörungen betroffen sind, eine kostenlose Verlängerung der Visumgültigkeit um 14 Tage.
Die Behörden arbeiten außerdem mit Fluggesellschaften an alternativen Flugrouten und haben über das Außenministerium einen gemeinsamen Aktionsplan mit den Botschaften aufgesetzt. Einsatzzentralen sind 24/7 besetzt; die Sri Lanka Tourism Development Authority ist über die Hotline 1912 erreichbar, die Hilfsstelle des Bureau of Foreign Employment unter 1989.
Indonesien: Notaufenthaltsgenehmigungen und ausgesetzte Strafen
Indonesiens Generaldirektion für Einwanderung hat an den großen internationalen Flughäfen die Alarmbereitschaft erhöht, darunter Jakarta (Soekarno-Hatta), Bali (Ngurah Rai) und Kualanamu. Mehr als 2.200 Passagiere sind von Ausfällen und Verspätungen betroffen.
In einem Rundschreiben vom 1. März 2026 legten die Behörden Maßnahmen für betroffene ausländische Staatsbürger fest. Dazu gehört die Erteilung einer Notaufenthaltsgenehmigung (ITKT) mit einer Gültigkeit von bis zu 30 Tagen, die bei Bedarf verlängert werden kann. Die Strafen für überzogene Aufenthalte wurden auf null Rupiah gesetzt, sofern Reisende einen Nachweis der Fluggesellschaft oder der Flughafenbehörde vorlegen.
Die Einwanderungsstellen am Ngurah Rai International Airport auf Bali haben zusätzliches Personal eingesetzt und Notfallpläne aktiviert. Reisende, deren Visum bald abläuft, können sich direkt an die Einwanderungsbehörden wenden und werden dort unter Berücksichtigung der Umstände einzeln bearbeitet.
Indien: an die regionalen Registrierungsstellen wenden
Indiens Außenministerium hat einen Hinweis für ausländische Staatsbürger veröffentlicht, die ihre Reisepläne wegen der Lage ändern müssen.
Reisende, die ihr Visum verlängern oder ihren Aufenthalt regeln müssen, sollen sich an das nächste Foreigners Regional Registration Office (FRRO) wenden. So soll sichergestellt werden, dass Reisende, die schon von Flugstörungen betroffen sind, nicht auch noch mit Verstößen gegen Verwaltungsvorschriften dastehen.
Malediven: Visumverlängerungen für festsitzende Touristen
Die Malediven haben über ihre Einwanderungsbehörde angekündigt, dass Touristenvisa für Besucher im Land verlängert werden, die wegen Flugausfällen nicht vor Ablauf ihres genehmigten Aufenthalts abreisen können.
Maldives Immigration hat eine eigene Kontaktstelle eingerichtet, um betroffenen Touristen zu helfen.




