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Bali verschärft Visumregeln für Creator und Freiwillige 2026

Luftaufnahme grüner Reisterrassen auf Bali, Indonesien
Photo — Unsplash

Das Wichtigste

  • Balis Einwanderungsbehörde durchsucht soziale Medien, um Touristen zu finden, die ohne die passende Genehmigung arbeiten.
  • Gesponserte Inhalte und kostenlose Aufenthalte gegen Werbung gelten jetzt strikt als Arbeit.
  • Bei Verstößen drohen sofortige Abschiebung und mehrjährige Einreiseverbote für Indonesien.
  • Wer remote arbeiten will, sollte das offizielle E33G Remote Worker Visa beantragen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Balis Einwanderungsbehörde durchsucht jetzt aktiv soziale Medien, um Ausländer abzuschieben, die auf Touristenvisa illegal arbeiten

Die indonesischen Behörden haben eine strenge Kontrollkampagne gestartet. Sie richtet sich gegen Ausländer, die auf Bali mit einem Touristenvisum unerlaubt arbeiten. Im Fokus stehen Influencer in sozialen Medien, Content Creator und Menschen, die Tätigkeiten in der Grauzone ausüben – etwa unbezahlte Freiwilligenarbeit oder Wellness-Workshops.

Laut NDTV führen die Beamten inzwischen digitale Patrouillen durch. Sie suchen nach Reisenden, die gesponserte Inhalte, Markenkooperationen oder monetarisierte Videos veröffentlichen, während sie ein reguläres Touristenvisum (C1) oder ein Visum bei Ankunft (VoA) haben. Diese Tätigkeiten gelten jetzt strikt als berufliche Arbeit – und die ist mit einer Aufenthaltserlaubnis für Freizeitzwecke untersagt.

Hintergrund ist Balis Wandel zu einem Tourismusmodell mit höherer Qualität. Die Behörden haben klargestellt, dass auch nicht-monetäre Vorteile ein Verstoß gegen die Visumbedingungen sind, etwa kostenlose Unterkunft oder Verpflegung gegen Werbung in sozialen Medien. Das passt zu regionalen Trends: Auch Thailand will die Regeln für Touristen verschärfen und hat kürzlich die visumfreien Aufenthaltsdauern angepasst, um die Besucherströme besser zu steuern.

Für längere Aufenthalte hat die indonesische Regierung einen legalen Weg geschaffen: das E33G Remote Worker Visa. Damit dürfen digitale Nomaden legal auf der Insel leben, sofern sie für Unternehmen außerhalb Indonesiens arbeiten und bestimmte Einkommensgrenzen erfüllen.

“Ausländer, die Tätigkeiten ausüben, die nicht zu ihrer Aufenthaltserlaubnis passen, müssen mit konsequenten Maßnahmen rechnen”, erklärten Balis Einwanderungsbeamte bei aktuellen Kontrollen. Bei Verstößen drohen sofortige Abschiebung, Haft und erhebliche Einreiseverbote.

Besonders intensiv wird in beliebten Nomaden-Hotspots wie Canggu, Ubud und Uluwatu kontrolliert. Wer in örtlichen Tierheimen helfen oder Yoga-Stunden geben will, sollte auch ohne Bezahlung das passende Sozial- oder Kreativvisum beantragen, um rechtliche Folgen zu vermeiden.


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